07_Natur

  • Gemeinsam die Seilbrücke spannen!
    Pfadi Flamberg, 1990er-Jahre.

    Pfaditechnik

    Die Kerben im Geländer des Loorenkopf-Turms (Adlisberg-Wald) sprechen Bände: Generationen von Pfadi haben da unter kundiger Führung abgeseilt. Zum ersten Mal über das Geländer klettern, sich ins Seil fallen lassen und frei in den Baumkronen schweben braucht eine rechte Portion Mut. Der ganze Nervenkitzel wäre nicht möglich ohne solides technisches Können. Achter, Karabiner, Prusik – diese Knoten wollen gelernt sein. Die sogenannte «Pioniertechnik» eignet sich ein Pfadi in Übungen und Lagern schrittweise an.

  • Im «Dülfersitz» abseilen ohne Schlingen oder Karabiner: mit der rechten Hand anhalten,
    mit der linken Hand bremsen, Stamm Korinth, Korps Glockenhof, 1975.
  • Bienli auf der HeLa-Wanderung, Bienli Agua,
    Balsthal, 1995.
  • Signalisieren mit Flaggen, SoLa, Abteilung Manegg, 1940.
  • Hygiene muss sein! Waschstrasse im Bundeslager,
    Korps Glockenhof, Zürich, 1938.

    Zeltwelten

    Im Pfadilager wird auf der freien Wiese eine neue Welt geschaffen. Vom vierstöckigen Hängemattenturm zum griechischen Tempel entsteht aus Seilen, Holz und ausrangierten Militärblachen alles, was Fantasie, Muskeln und Statik erlauben. Fertig kommt nur das Spatz-Zelt ins Lager mit. Aus dem Bedürfnis nach widerstandsfähigen Zelten für die Pfadi gründete der Gloggianer Hans Behrmann 1935 die Firma Spazefa (Sparta-Zelt-Fabrik) später Spatz, die bis heute ihre Zelte in Zürich nähen lässt.

  • Zeltverkauf der Spazefa (heute Firma Spatz) im Bundeslager, Zürich, 1938.
  • Abkochen im SoLa, Abteilung Manegg, 1926.
  • Turmbau im SoLa, Stamm Korinth, Korps Glockenhof, 1975.
  • Wölfli beim Zeitungssammeln zur Aufbesserung
    der Pfadikasse, Abteilung Sempach, um 1930.

    Naturpflege

    Einmal im Jahr den Elefantenbach «fötzele», also das Tobel vom Zivilisationsschmutz zu säubern, gehört zu den typischen Pflegemassnahmen der Pfadi. Dies hat wohl mehr erzieherischen als ökologischen Wert. Auch die gebrauchten Zeitungen wurden nicht nur wegen der Wiederverwertung eingesammelt, sondern besserten zugleich die Pfadikasse auf. Der Naturschutz ist wohl ein Anliegen der Pfadi, nicht aber ihr Hauptziel. Die Beziehung der Pfadi zur Natur könnte man eher als romantisch beschreiben.

  • Wölfli beim Zeitungssammeln zur Aufbesserung der Pfadikasse, Abteilung Sempach, um 1930.